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Linz

 
     
 

 
 

Linz: Hauptplatz um 1850, im Hintergrund der doppeltürmige Dom

 
     
  1855-1868:  
     

1855:
Am 24. Dezember 1855 übersiedelte Bruckner nach Linz und bezog die Dienstwohnung im Mesnerhäusl am Pfarrplatz.

1856:
Am 25. Jänner 1856 gab es in der Domkirche neuerlich einen Wettstreit um die Vergabe der definitiven Organistenstelle, wobei Bruckner als klarer Sieger hervorging.
Am 25. April 1856 erhielt Bruckner das Anstellungsdekret als Domorganist. Bruckner leistete Dienst in der Pfarrkirche und im Dom. Er musste einen Hilfsorganisten heranbilden, um den Dienst in beiden Kirchen ordnungsgemäß zu versehen.
Nach herrlichem Prüfungsspiel wird Bruckner Domorganist in Linz.

1860:
Bruckner wird zum Ersten Chormeister des "Sängerbundes Frohsinn" gewählt.
Alljährlich unterzog er sich bei Sechter in Wien Prüfungen in Harmonielehre und Kontrapunkt, Kanon und Fuge. Als das Studium bei Sechter abgeschlossen war, machte er vor einer staatlichen Kommission, die aus hervorragenden Fachleuten zusammengesetzt war, eine Prüfung, nach der Herbeck nach einem großartigen Orgelvortrag in der Piaristenkirche in Wien ganz betroffen äußerte: " Er hätte uns prüfen sollen."
Tod der Mutter Bruckners. Sie wurde in Ebelsberg zu Grabe getragen. Nach Auflassen der Grabstätte im Jahre 1924 wurden ihre Gebeine durch die pietätvolle Fürsorge des Lehrers Josef Neuhofer und des Ansfeldner
Bruckner-Grabschutzbundes nach Ansfelden überführt und mit den Gebeinen ihres Gatten vereint zur ewigen Ruhe gebettet.

1861:
In Linz gab ihm Kitzler, der Theaterkapellmeister, Unterricht in Formenlehre und Instrumentation.
Das siebenstimmige "Ave Maria" und das Streichquartett entstanden. Das "Ave Maria" wurde beim 16.Gründungsfestkonzert des "Frohsinn" aufgeführt.
Am 29. u. 30. Juni 1861 feierte die Chorvereinigung "Frohsinn" unter Leitung Bruckners in Krems großen Erfolg.
Größte Lorbeeren erntete der Chor beim "Nürnberger Sängerfest" vom 19.-24.Juli 1861.

1862:
Bruckner studiert bei Kitzler, dem Linzer Theaterkapellmeister, alle Instrumentalformen. Die Komposition "Marsch in d-Moll" entsteht.

1863:
schrieb Bruckner den "Germanenzug", das erste Werk, das er selbst als Komposition wertet.
Bruckner lernt "Tannhäuser" von Richard Wagner, den Kitzler einstudierte, kennen, die kühne Verwendung der Chromatik und Enharmonik.
Er komponierte 1863 seine erste Symphonie in f-Moll und versah sie mit keiner Nummer. Außerdem entstand auch der "112 Psalm".
Es beginnt auch die Freundschaft mit seinem Förderer Moritz Edler von Mayfeld. Dieser erkannte Bruckners außerordentliche Fähigkeiten und munterte ihn auf, sich der Symphonie zu widmen.

1864:
schreibt er die "Messe Nr.1 in d-Moll". Erstaufführung im Linzer Dom am 20.November 1864. Nach der Aufführung erhielt Bruckner einen Lorbeerkranz von Mayfeld, auf dem stand: "Von einer Gottheit einstens ausgegangen-Muß die Kunst zur Gottheit wieder führen".
Erstaufführung der c-Moll-Sinfonie. Kein Erfolg. Bruckner verzweifelt. 
Kaltwasserheilanstalt Bad Kreuzen nach schweren Depressionen.

1865:
Arbeit an der c-Moll Symphonie (Nr.2).Bruckner lernte den Geiger Ignaz Dorn kennen, der ein Verfechter Wagners, Berlioz´ und Liszts war.
Am 18. April 1865 lud Wagner auch Bruckner zur Uraufführung von "Tristan und Isolde" nach München ein. Diese konnte aber wegen der Erkrankung der Sopranistin nicht stattfinden. Am 19.Juni 1865 konnte er der 3. Aufführung beiwohnen und war von dem Werk fasziniert.
Bruckner war Zeit seines Lebens Richard Wagner sehr zugetan.

1866:
Bruckner schreibt die " MesseNr.2 in e-Moll für achtstimmigen gemischten Chor und Bläser.
Im Dezember 1866 fuhr Bruckner nach Wien, um der Aufführung von "Fausts Verdammung" von Hector Berlioz unter der Leitung des Komponisten beizuwohnen. Ein ganz besonderes Erlebnis war die Aufführung der 9.Symphonie von Beethoven. Bruckner bekam die beglückende Nachricht, dass seine d-Moll-Messe in der Hofburgkapelle unter Herbeck ohne Änderung zur Aufführung gelangt. Bruckner war glücklich, bei der Aufführung die Orgel spielen zu dürfen.
Bruckner besucht nach einem Nervenzusammenbruch die Kaltwasserheilanstalt Bad Kreuzen bei Grein an der Donau.

1868:
Aufführung der wundervollen "f-Moll- Messe".
Im August und September 1868 weilt Bruckner noch einmal auf Kur in Bad Kreuzen.
Im Jänner 1868 wird er zum Chormeister der Liedertafel "Frohsinn" gewählt.
Am 9.Mai 1868 wurde im Redoutensaal nach äußerst langer und intensiver Probenarbeit die schwierige I. Symphonie mit enttäuschendem Erfolg aufgeführt.