Brucknerorte Österreich

 
     
 

Orte

Bezug zu Bruckner

 
 

Admont
Steiermark

Im Gästebuch des Benediktinerstiftes finden sich unter dem Datum vom 15. September 1891, die Unterschriften Anton Bruckners und Franz Bayers.
Anton Bruckner folgte damit einer lang zurückliegenden Einladung des Abtes und lud Franz Bayer zum Mitfahren ein.
In der Stiftskirche spielte er auf der 1870/71 errichteten Mauracher-Orgel.

 
 

Altpernstein
Oberösterreich

Nur mit Mühe erklomm Bruckner im Jahr 1879 den steilen Weg hinauf zur Burg. Teilweise wurde er von seinen Freunden Karl Zeitlinger und Josef Greck "Engerl getragen", das heißt auf den verschränkten Händen seiner Begleiter sitzend getragen.
Bruckner nahm an einer Burg-Führung teil, betete andächtig in einer Kapelle und probierte sogar die niedrigen Kerker-Zellen selbst aus, um die Qualen der früheren Gefangenen besser nachempfinden zu können.

 
 

Ansfelden
Oberösterreich

Ansfelden ist der Geburtsort von Anton Bruckner. Sein Geburtshaus, in der Augustinerstr. 3, ist das alte Schulhaus. Hier verbrachte Bruckner seine Kindheit bis zum Tod des Vaters.
Er hatte erste Kontakte mit dem Stift St. Florian. Die Dienstwohnung der Eltern befand sich im Alten Schulhaus. Unweit vom Geburts- und Wohnhaus befinden sich die Pfarrkirche und der Friedhof. Hier ist das Grab von Bruckners Eltern.
Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1837, A. Bruckner war erst 13 Jahre als, übersiedelte die Mutter mit den vier Kindern nach Ebelsberg; Anton kam aber als Sängerknabe nach St. Florian.

Des Genius Erwachen
Tonerls Schuhe
Das erste Flämmchen

 
  Attersee
Oberösterreich
Anton Bruckner war für einige Tage bei den Brauerei- und Hotelbesitzern Rosina und Anton Hager eingeladen. Bruckner hat sich ins Gästebuch der Familie eingetragen.  
  Bad Goisern
Oberösterreich
Eine vom Heimatverein und der Kurkommission 1971 gestiftete Gedenktafel am Haus Nr. 34 erzählt von Bruckners Besuchen in den Sommermonaten 1863-1880 bei seinem Freund, dem Organisten Franz Xaver Perfahl (1817-1883), der Bruckner schon in dessen Kindheit Violinunterrricht erteilt hatte.
Perfahl war zuerst Schulgehilfe in Ansfelden und später Organist in Bad Goisern.
In Bad Goisern spielte Anton Bruckner auf Wunsch seines Freundes sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche die Orgel.
Bei längeren Aufenthalten in Goisern besuchte er auch die Gosaumühle am Hallstättersee und schwärmte bei Freunden vom guten Kaffee der Wirtin Frau Klackl.
 
  Bad Ischl
Oberösterreich
Seit dem Sommer des Jahres 1863 kam Anton Bruckner immer zum Geburtstag des Kaisers, sowie zu anderen festlichen Anlässen des Kaiserhauses als Hoforganist nach Bad Ischl.
Bruckner bezeichnete sich selbst gerne als „Organist des Kaisers“.
Er spielte am 31. Juli 1890 zur Hochzeit der Erzherzogin Marie Valerie mit Erzherzog Franz Salvator auf der Orgel: Variationen über die Kaiserhymne, verbunden mit dem „Halleluja“ aus dem Messias von Georg Friedrich Händel. Anschließend war Bruckner zum Diner ins Hotel Post eingeladen.
Am 2. August gab Bruckner ein eigenes Orgelkonzert.
Häufige besuchte er seinen Freund Attwenger.
An der Stadtpfarrkirche erinnert eine Gedenktafel an Bruckners Aufenthalte.
Im Gästebuch der Konditorei Zauner befindet sich ein Eintrag Bruckners.
 
  Bad Kreuzen
Oberösterreich
Kuraufenthalte von Anton Bruckner in Bad Kreuzen im Jahr 1867 für drei Monate, 1868 von August bis September. Er unterzog sich wegen seiner schlechten nervlichen Verfassung beide Male der Kur in der Kaltwasserheilanstalt.  
  Ebelsberg
Oberösterreich
Nach dem Tod des Vaters übersiedelte die Mutter Anton Bruckners mit seinen vier jüngeren Geschwistern nach Ebelsberg zu Verwandten. Bruckner selbst kam nach St. Florian zu den Sängerknaben. In späteren Jahren unterstützte Anton Bruckner seine Mutter finanziell.
Die Mutter Bruckners lebte in Ebelsberg bis zu ihrem Tod, sie starb an den Folgen eines Lungenleidens am 11.11.1860 im „äußeren Schmiedhaus“ - Ebelsberg Nr. 70. Das Haus wurde bereits abgerissen, die Adresse heute ist Kremsmünsterer Str. 2.
Ihr Grab befindet sich noch heute am Friedhof in Ebelsberg.
 
  Eferding
Oberösterreich
1851 widmete Bruckner der Liedertrafel Eferding auf Bitten seines Freundes Josef Seiberl zwei Motti.
In Eferding wirkte sein ehemaliger Schüler Ferdinand Edelhart als Schulleiter. Mit ihm und seinen Freunden verbrachte er viele gesellige Stunden.
 
  Enns
Oberösterreich
Anton Bruckner war von 1843 bis 1855 Schüler des Ennser Kirchenmusikers u. Komponisten Leopold von Zenetti und erlernte den Generalbass.  
  Gmunden
Oberösterreich
In Gmunden wohnte Anton Bruckner im damaligen Gasthof "Zur Sonne". Eine Gedenktafel am Haus erinnert daran.
Im Haus Rinnholzplatz verbrachte der Gmundner Musikwissenschafter und Anton Bruckner-Forscher Franz Grasberger seine Kindheit und Jugend. Auch hier wurde eine Gendenktafel angebracht.
 
  Graz
Steiermark
Am 14. März 1886 fand in Graz unter Karl Muck die österreichische Erstaufführung der 1884 in Leipzig uraufgeführten Siebenten Symphonie (WAB 107) statt. Bruckner war damals anwesend und lernte einige Persönlichkeiten des Grazer Musiklebens kennen, so auch Friedrich Hausegger.
Ein weiteres bedeutendes Ereignis stellte die Uraufführung (der Orchesterfassung) der Fünften Symphonie (WAB 105) am 9. April 1894 unter Franz Schalk im Theater am Stadtpark dar, der der Bruckner aus Krankheitsgründen nicht beiwohnte.
 
  Grein
Oberösterreich
Bruckner widmete der Liedertafel Grein ein "Motto" ("Freier Sinn und froher Mut", WAB 147), das er auf Ersuchen des Vorstandes der Liedertafel Grein 1874 komponierte und persönlich überbrachte. Von seinen Kuraufenthalten in Bad Kreuzen unternahm er Wanderungen nach Grein um die Liedertafel zu hören.
Im Hotel "Goldenes Kreuz" befindet sich noch heute das Probenlokal der Liedertafel bzw. ihres Nachfolgevereins.
 
  Hörsching
Oberösterreich
Im Jahr 1835, dem Jahr der Eröffnung der Pferdeeisenbahn, zog Anton Bruckner für zwei Jahre zu seinem Vetter Johann Baptist Weiß nach Hörsching und bekam hier den ersten Unterricht im Generalbass- und Orgelspiel.  
  Kirchdorf
Oberösterreich
In den Sommerferien der 1870er-Jahre besuchte Bruckner häufig seinen Freund Dr. Kaltenbrunner in Kirchdorf. Er wohnte im Gasthof „Zur Post“, wo sich auch das Probenlokal der Liedertafel befand.  
  Klosterneuburg
Niederösterreich
Bruckner war oft Gast im Stift Klosterneuburg an kirchlichen Festtagen (von 1869-1894). Er besuchte hier auch Freunde und spielte auf der Orgel.
Bruckner komponierte auf Bitten des Novizenmeisters Ferdinand Schölzig um 1886 sein Ave Regina coelorum (WAB 8) für das Chorgebet der Chorherren; es wurde am 25. März 1886 in Klosterneuburg uraufgeführt.
Auch nach Bruckners Tod gelangten hier manche Werke zur Ur- und Erstaufführung.
 
  Krems
Niederösterreich
Am 29. und 30. Juni 1861 fand hier das erste deutsch-österreichische Sängerfest statt, bei dem Bruckner als Chormeister der Liedertafel "Frohsinn" einen großen Erfolg für sich verbuchen konnte.
Im Jahr 1875 begutachtete Bruckner die Mauracher-Orgel in der Stadtpfarrkirche.

Chormeisterlorbeeren

 
  Kremsmünster
Oberösterreich
Bruckner hatte eine enge Verbindung mit Kremsmünster.
Er spielte hier oft auf der Orgel. Freundschaft verband Bruckner mit Pater Oddo Loidol, einem seiner Schüler. Ihm widmete er das Christus factus est III (WAB 11) und das Locus iste (WAB 23).
Bruckner-Autographe und Korrespondenz im Musikarchiv.
 
  Kronstorf
Oberösterreich
Bruckner war in den Jahren 1843 bis 1845 in Kronstorf als Schulgehilfe tätig. Hier fühlte er sich "wie im Himmel", nach den rauhen Windhaager Zeiten.
Am alten Schulhaus (Brucknerplatz 9) befindet sich eine am 14. Juni 1913 enthüllte Gedenktafel. Im Schulhaus wurde am 9. September 1989 ein kleines Museum eingerichtet, das Anton-Bruckner-Zimmer.
Die Orgel der Pfarrkirche (vom Orgelbauer Matthäus Mauracher -1879) wurde von Bruckner selbst bei späteren Besuchen in Kronstorf gespielt.
Mehrmals in der Woche wanderte Bruckner nach Enns zu seinem Lehrer Leopld von Zenetti. Er nahm auch am Ennser Musikleben teil (Kirchen- und Kammermusikaufführungen).
Öfters wanderte er auch nach Steyr um auf der Chrismann-Orgel in der Stadtpfarrkirche zu spielen.

Der Schneider auf der Roas
Genie ist potenzierte Arbeitskraft!

 
  Langenlois
Niederösterreich
Im Jahr 1874 erstellte Bruckner ein Gutachten über die Mauracher-Orgel der Kirche.
Laut Angaben des Langenloiser Stadtarchivars dürfte die Orgel 1874 errichtet worden sein. Damals hatte sie 2 Manuale und 25 Register. 1959 wurde die Orgel umgebaut und hat seitdem 3 Manuale und fünf zusätzliche Register.
 
  Leonding
Oberösterreich
Nahe Leonding befand sich ein Ausflugsgasthaus, in dem auch Bruckner zu Gast war.  
  Linz
Oberösterreich
Bruckner besuchte in Linz die Präparandie in der Hofgasse 23 (die Lehrerbildungsanstalt).
Definitivstellung als Dom- und Stadtpfarrorganist 1856.
Mitglied und zeitweiliger Chorleiter der Liedertafel Frohsinn.
Fortsetzung der musikalischen Studien bei Otto Kitzler von 1861-1863.
Bruckner vollendete seine Erste Symphonie (WAB 101) am 14. April 1866. Sie wurde am 9. Mai 1868 unter seiner Leitung im Redoutensaal (Klosterstr. 7, neben dem Landestheater) uraufgeführt.
Bruckners Dienstwohnung während seine Anstellung als Domkapellmeister war das "Mesnerstöckl" gleich neben der Kirche.
Bruckner suchte im Jahr 1859 um das Linzer Heimatrecht an. Später, im Jahr 1894, wurde Bruckner Ehrenbürger der Stadt Linz.

Im Orgelfach nur "gut"
Domorganist in Linz
Seelenarzt
Pfui Teufel
Jetzt war´s schön!
Die erste Messe
Lieblingsspeisen
Eine verunglückte Ausrede
Daneben gegangen
Die e-moll-Messe wird aus der Taufe gehoben

 
  Luftenberg
Oberösterreich
Gedenktafel zur Erinnerung an die Kegelabende in der Taverne (gewidmet von der Trachtenkapelle Luftenberg).  
  Mariazell
Steiermark
Besuche bei seinem Schüler, dem Organisten und Kapellmeister Laurencius Josephus Ritter.  
  Melk
Niederösterreich
Besuche bei seinem Freund Josef Marböck, dessen Kindern Bruckner damals Klavierunterricht erteilte.  
  Neufelden
Oberösterreich
Besuche bei seiner Freundin Josefine Lang.  
  Oed
Niederösterreich
Hier befindet sich das Geburtshaus von Anton Bruckners Großvater. Bild vom Haus  
  Ottensheim
Oberösterreich
Bruckner besuchte hier öfters die Familie des Oberlehrers Alois Weißgärber.  
  Perg
Oberösterreich
Aus Perg stammte Bruckners Urgroßmutter Maria Theresia Pruckner, geb. Perger.
Erstmals kam Bruckner zur Kollaudierung einer Orgel von Franz Meindl nach Perg.
Mit dem Organisten der Pfarrkirche war Bruckner freundschaftlich verbunden. Er widmete seinem Freund und Reisegenossen von seiner Bayreuth-Fahrt 1884, dem Perger Bürgermeister, Lederhändler und Organisten Josef Diernhofer, ein Orgel-Präludium (Perger Präludium WAB 129).
 
  Ried i.I.
Oberösterreich
Erstmaliges Druckwerk von einem Werk Anton Bruckner. Unter dem Namen "Germanenzug" (WAB 70) vom Verlag des Josef Kränzl (1824 – 1907) im Jahr 1865 veröffentlicht.
Unterlagen zu Verlag und Liedertafel befinden sich im Innviertler Volkskundehaus in Ried.
 
  Salzburg 1856 Orgelwettspiel auf der große Salzburger Domorgel.

Orgelwettspiel Bruckner-Führer

 
  Schlierbach
Oberösterreich
Bruckner spielte auf der Orgel der aus dem 18. Jhdt. stammenden Kirche, wenn er in Kirchdorf an der Krems Urlaub machte.
Die Schlierbacher Bruckner-Orgel mußte wegen Holzwurmbefall abgetragen werden und wurde durch eine neue Orgel ersetzt.
 
  Schwanenstadt
Oberösterreich
Bei Sängerfahrten der „Liedertafel Frohsinn“ nach Schwanenstadt, lernte Bruckner vermutlich Karl Stiglbauer kennen. Ihn traf er bei einem Besuch der Familie Mayfeld zufällig wieder. Über Moritz von Mayfeld sagte Bruckner: „Ins Symphonische hat mi der Mayfeld einitrieb´n ...“  
  Seitenstetten
Niederösterreich
Sehr früh hatte Anton Bruckner persönliche Kontakte zum Stiftorganisten von Seitenstettten Joseph Anton Pfeiffer.
Dieser stellte ihm am 1. Juli 1848 ein hervorragendes Zeugnis über sein Orgelspiel aus: „Vorzeiger dieses, Herr Anton Bruckner, ein ächtes musikalisches Genie ... hat seine ... Kenntnisse im theoretisch-praktischen Orgelspiel dargestellt und mich so eingenommen, daß ich vollkommen überzeugt zu sein wähne, dieser junge Mann dürfe bei seinem rastlosen Eifer und gehöriger Ausdauer es nach wenigen Jahren in dieser Kunst zu noch größerer Vollkommenheit, vielleicht auch bis zu einem Grade von Virtuosität bringen...“
P. Otto Fehringer, ein Benediktiner aus Seitenstetten begleitete Bruckner 1871 zum großen Orgelwettbewerb nach London.
Bruckner besuchte des öfteren Seitenstetten unter anderem den pensionierten Ober- und Klavierlehrer Dominik Dunkl, dem er seine Symphonien am Klavier vorspielte.
 
  Sierning
Oberösterreich
Die „Taverne zu Neuzeug“ liegt neben der Kirche im Zentrum des Ortes. Dies war das Elternhaus von Anton Bruckners Mutter, Theresia Helm.
Für die Liedertafel Sierning zu Sierninghofen schrieb Bruckner ein Vereins-Motto, "Des Höchsten Preis" (WAB 95/2).
Den Forsthof in Sierning, das ehemalige Gasthaus Wimmer, besuchte Bruckner sehr gerne.
 
  St. Florian
Oberösterreich
Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1837 schickte ihn seine Mutter ihn in die Pfarrschule nach St. Florian, wo er von Propst Michael Arneth wegen seiner schönen Stimme auch als Sängerknabe aufgenommen wurde. Im Rahmen der vielseitigen musikalischen Ausbildung der Sängerknaben bekam Bruckner Gesangs-, Violin- und Orgelunterricht. Von seinem Orgellehrer, dem Stiftsorganisten Anton Kattinger, lernte er in den zahlreichen Übungsstunden die Kunst des Improvisierens.
Ausbildung in Kirchenmusik, von 1845-1855 Lehrer und provisorischer Stiftsorganist, viele Jahre unter dem Einfluss des Stiftes St. Florian.
In St. Florian entstanden während der Anstellung Bruckners als Lehrer auch zahlreiche Kompositionen, von denen als bedeutendste das "Requiem" (WAB 39) und die "Missa solemnis in b-Moll" (WAB 29) zu nennen sind.

Stiftsorganist in St. Florian
Die erste Flamme
Orgelwettspiel mit Lohr
Bitte um eine Grabstätte
Der letzte Weg

 
  St. Marienkirchen
Oberösterreich
Mit dreizehn Jahren Besuche in St. Marienkirchen.
Erstes Orgelspiel
 
  Steyr
Oberösterreich
Neben Linz und St. Florian war die Stadt Steyr oberösterreichweit das Zentrum besonderer Musikpflege und –tradition.
Hier gab es eine Gesellschaft der Musikfreunde, den Männerchor Kränzchen, die Steyrer Liedertafel und einen ausgezeichneten Kirchenchor, unter der Leitung des Brucknerfreundes Franz Xaver Bayer.
Steyr war Entstehungsort der Achten und Neunten Symphonie.
Bruckner fühlte sich in Steyr so wohl, dass er in Erwägung zog, sich hier begraben zu lassen, sollte dies in St. Florian nicht möglich sein. Die 1772 erbaute Chrismann-Orgel wurde oftmals von Bruckner gespielt. Karoline Eberstaller, welche als Kind im Alter von 7, 11, 13 Jahren mit Franz Schubert (1819, 1823 1825) vierhändig gespielt hatte, war für Bruckner ein kostbarer Kontakt zur musikalischen Tradition. Karoline Eberstaller verstarb erst 1902.
Der Friseur und Mundartdichter Sepp Stöger sammelte Bruckners Haare in der Hoffnung auf spätere Wertsteigerung.
 
  Ternberg
Oberösterreich
Im Gasthof Derfler war Anton Bruckner mit seinem Freund Franz Bayer zu Gast. Das Gasthaus befindet sich schräg gegenüber der Kirche.  
  Tillysburg
Oberösterreich
Bruckner gab während seiner St. Florianer Schullehrer-Zeit (1845-1855) den Kindern des Grafen Unterricht (neben Klavierunterricht vermutlich auch anderen).
Auch an Tanzveranstaltungen nahm Anton Bruckner hier teil.
 
  Tulln
Niederösterreich
1873 kollaudierte Bruckner in der Pfarrkirche die neue Orgel von J. N. C. Mauracher und erhielt dafür vom Bürgermeister eine silberne Tabaksdose.  
  Vöcklabruck
Oberösterreich
Häufige Besuche bei seiner Schwester Rosalia, welche den St. Florianer Stiftsgärtner Johann Nepomuk Hueber heiratete und mit ihm eine Gärtnerei in Vöcklabruck übernahm.
Bruckner war Ehrenmitglied der Liedertafel Vöcklabruck und Ehrenmitglied eines Geselligkeitsvereines.
 
  Waidhofen a.d.Ybbs
Niederösterreich
Franz Raab, bei dem Bruckner während seiner Sängerknabenzeit in St. Florian Violin- und Gesangsunterricht erhielt, wurde später Organist in Waidhofen. Auch Bruckners späterer Lehrer in Enns, Leopold v. Zenetti, verbrachte hier kurze Zeit als Musiker und Musiklehrer.  
  Wallsee-Sindelburg
Niederösterreich
Die Ahnen Anton Bruckners väterlicherseits, mit Ausnahme seines Vaters, waren in ununterbrochener Reihe niederösterreichische Mostviertler. Sie lebten seit dem 15. Jahrhundert als Bauern, ab 1745 als Gewerbetreibende um Sindelburg bei Wallsee im heutigen Bezirk Amstetten. Noch heute gibt es den Bruck-Hof, das Haus der Urahnen Bruckners. Im Haus befindet sich heute ein Mostheuriger.  
  Wels
Oberösterreich
Mehrmals Besuche Anton Bruckners in Wels.
Am 20. Mai 1869 ernannte die Liedertafel Wels Bruckner zu ihrem Ehrenmitglied. Bei einem Orgelkonzert in Wels am 22. August 1870 erregte Bruckner „allseitig Staunen und Bewunderung“ (Welser Anzeiger, 24. 8. 1870).
Für Luise Hochleitner, der Schwägerin seines Schülers Camillo Horn, welche Bruckner während einiger Ferientage in Wels (im September 1871) kennenlernte, schrieb er das „Ave Maria“ (WAB 7). Für das Welser Sängerfest 1883 komponierte er den Männerchor “Sängerbund“ (WAB 82).
Hier lernte Bruckner Karoline Rabl, diese entstammte einer angesehenen Ärztefamilie, kennen. Das Mädchen gefiel ihm so sehr, dass er am nächsten Tag schon bei den Eltern um ihre Hand anhielt.
Autographensammlung im Welser Stadtarchiv (Hauptplatz 55) mit Bruckner-Handschriften.

Allzu ehrlich

 
  Wien Erste Kontakte ab 1851, Fernstudium bei Simon Sechter 1855-1861.
1868 Berufung zum Professor für Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgelspiel am Konservatorium der Gesellschaft für Musikfreunde, 1878 Definitivstellung als kaiserlicher Hoforganist. Bruckner schrieb seine „Messe in f-Moll“ (WAB 28). 1875 Ernennung zum Lektor für Musiktheorie an der Universität.
Mit seiner Übersiedelung nach Wien setzte Bruckner einen wichtigen Schritt hin zu seinem „Lebensberuf als Symphoniker“ (Brief an Univ.-Prof. Leo Simon Reinisch, 19. Okt. 1891). Bruckner wurde von seiner Schwester Maria Anna nach Wien begleitet. Diese führte ihm zwei Jahre den Haushalt und verstarb schon 1871 an Lungentuberkulose.

Bruckner Wohnungen in Wien:
Haus Währinger Straße 41 (1090 Wien)
Heinrichshof (Opernring 1-5) gegenüber der Oper: Hier wohnte Bruckner kaum ein Jahr. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört.
Heßgasse 7/Schottenring 5 (1090 Wien): Hier erlebte Bruckner den Brand des Ringtheaters im Jahr 1881 mit 386 Toten.
Oberes Belvedere, Kustodenstöckl (1030 Wien, früher Heugasse.

Er hätte uns prüfen sollen
Neue Anzüge
Johann Strauß
In Audienz
Recht was Feines zum Essen
Schuberts Schädel
Ehrendoktor der Universität Wien

 
  Wilhering
Oberösterreich
Bruckners Hymnus „In SW. Angelum custodem“ (WAB 18) ist dem Abt von Wilhering, Prof. Alois Dorfer gewidmet und wurde auf einen Text von P. Robert Riepl komponiert.
Oft verbrachte Bruckner seine Sommerurlaube im Stift und spielte dort auf der Orgel.
 
  Windhaag b. Fr.
Oberösterreich
Hier war Bruckners erste Dienststelle als Schulgehilfe von 1841-1843.
Im Alten Schulhaus finden sich noch Erinnerungsstücke wie alte Schulbänke, Tintenfässer ... Im Haus Nr. 24 wohnte Bruckner. Eine Gedenktafel erinnert daran.
Bruckner war auch für die Kirchenmusik in Windhaag zuständig. Die „Windhaager Messe“ (WAB 25) für Alt, Hörner und Orgel, ist einer frühen Liebe Bruckners, der Solosängerin des Kirchenchors, gewidmet.

Es ist wohl ein hartes Los die Schulmeisterei
Eine unverhoffte Ohrfeige
Het´s Spielleut, spielt´s auf
Es geistert

 
  Wolfern
Oberösterreich
Hier wohnte Bruckners Mutter bei ihrer Tante Rosalia Mayrhofer, welche Köchin im Pfarrhof war. In Wolfern lernte seine Mutter auch ihren späteren Mann, Anton Bruckner sen., kennen.
Bruckner war öfters zu Besuch.
 
 

Lit.: u.a. "Bruckner-Stätten in Österreich" von Renate Grasberger, Wien 2001 (Herausg. Anton Bruckner Institut Linz).