Brucknerorte Deutschland

 
     
  Orte Bezug zu Bruckner  
  Bayreuth Im Jahr 1873 besuchte Bruckner in Bayreuth Richard Wagner. Seither verband beide eine enge Freundschaft. Bruckner trat noch im Oktober 1873 dem Wiener Akademischen Richard-Wagner-Verein bei.
Es folgten weitere Besuche bei Richard Wagner (1873, 1876, 1882), weitere Aufenthalte 1883, 1884, 1886, 1888, 1889, 1891, 1892 zu Wagner-Aufführungen.
1994: Bruckner-Tage mit Konzerten und einer Ausstellung
Im Juli 1994 wurde eine Gedenktafel an der Schlosskirche enthüllt.

Richard Wagner gewidmet
Bruckner und Wagner
Eine Bayreuther Schöne

 
  Berlin In Berlin gelangten mehrere Werke Bruckners zur Aufführung.
So am 31. Mai 1891 das „Te Deum“ (WAB 45) unter Leitung von Siegfried Ochs mit dem Philharmonischen Chor aufgeführt.
1894, bei Bruckners zweiten Berlin-Aufenthalt, die „Siebente Symphonie“ (WAB 107) in der Oper; das „Te Deum“ in der Philharmonie sowie der Singakademie; und das „Streichquartett“ (WAB 112).
In Berlin wohnte Bruckner im Hotel Kaiserhof. Hier verliebte er sich in das Stubenmädchen Ida Buhz. Die beiden verlobten sich, aber diese Beziehung scheiterte letztendlich daran, dass Ida Buhz nicht zum Katholizismus übergetreten ist.
 
  Dresden Besuch Bruckners von Dresden im Jahr 1891 (Besichtigung auf der Rückreise von Berlin).  
  Fürstenfeldbruck Hier spielte Bruckner im Jahr 1863 im ehem. Zisterzienserstift die Orgel (J. Fux, 1735).  
  Leipzig Anläßlich der Uraufführung der Siebenten Symphonie, am 30. Dezember 1884, besucht Anton Bruckner das Stadttheater.  
  München Bruckner besuchte die Stadt München mehrmals.
Im Jahr 1863 kam er vom 26. September bis zum 6. Oktober zum Münchner Musikfest. Er legte dem Hofkapellmeister Franz Lachner Kompositionen zur Ansicht vor.
1865 weilte Bruckner vom 14./15. bis 28./29. Mai in München, um die Uraufführung von Wagners „Tristan und Isolde“ im Hof- und Nationaltheater zu erleben. Diese wurde jedoch auf den 10. Juni verschoben.
Am 25. Mai beendete Bruckner in München das „Trio“ zum „Scherzo der Ersten Symphonie“. Am 13. Juni reiste er nochmals an und wohnte der Tristan-Aufführung am 19. des Monats bei.
1868 besucht Bruckner wahrscheinlich eine Aufführung der „Meistersinger von Nürnberg“.
1880 kam Bruckner am 24. August, sowie am 11. September (im Rahmen seiner Schweizreise) kurz nach München.
1884 reiste er aus Sorge um seine „Siebente Symphonie“ (WAB 107) nach München.
Vom 29. Juli bis 5. August hielt er sich auf der Rückreise von Bayreuth hier auf. Er hatte bei Erzherzogin Gisela (Gemahlin des Prinzen Leopold von Bayern) eine Audienz.
1885 war er vom 8. bis 14. März aus Anlass der Erstaufführung der „Siebenten“ (im Odeonsaal) in München.
1886 war er von 6. bis 8. April, aus Anlass der Aufführung seines „Te Deum“ im Odeonsaal hier.
Die Orgel befindet sich heute in Halsbach in Oberbayern.

Erste Begegnung mit Wagner

 
  Nürnberg Bruckner nahm hier, gemeinsam mit dem Sängerbund Frohsinn aus Linz, an einem großen Sängerfest (von 20. Bis 22. Juni 1861) teil. Die Aufführungen fanden in der eigens errichteten Sängerhalle am "Maxfeld" statt. Die Teilnehmer besuchten das Germanische Nationalmuseum und Vorstellungen im Stadttheater.

Chormeisterlorbeeren Erste Begegnung mit Wagner

 
  Oberammergau Anton Bruckner war am 22./23. August 1880 zu Besuch bei den Passionsspielen in Oberammergau. Er verliebte sich in eine der "Töchter Israels", die junge Marie Bartl. Eines der in Marienbad entstandenen Fotos schickter er ihr. Die Briefe an die Mutter sind in St. Florian erhalten.  
  Regensburg Bruckner besucht Regensburg auf der Rückreise vom Sängerfest in Nürnberg, im Juli 1861, gemeinsam mit den Kollegen vom Sängerbund Frohsinn. Möglicherweise besuchten sie auch Walhalla, einem Hauptwerk vom Bayernkönig Ludwig I., welches etwa 10 km von Regensburg entfernt an der Donau liegt.  
 

Lit.: u.a. "Bruckner-Stätten in Österreich" von Renate Grasberger, Wien 2001 (Herausg. Anton Bruckner Institut Linz).