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  Der Ansfeldner Kirchenchor
von 1987 bis 1991
 
  - andere Impressionen  
     
 

 
     
 

Anlässlich des 50jährigen Bestandsjubiläums des Ansfeldner Kirchenchores ist es mir eine Freude, einen kleinen Überblick über meine vierjährige Chorleitertätigkeit in Ansfelden zu geben.

Meine Ausbildung zum Musiklehrer für Hauptschulen, meine 12jährige Klavierausbildung, sowie mein aktives Mitwirken im Linzer Kammerchor waren ausschlaggebend für mein "Ja" zu dieser neuen, herausfordernden Tätigkeit als Chorleiterin. Und trotzdem blicke ich mit einer gewissen Angst und Unsicherheit in die Zukunft.

Nachdem ich im September 1987 die Leitung des Ansfeldner Kirchenchores übernommen hatte, konnten wir mit den bereits traditionellen Messen bei den kirchlichen Hochfesten erste Erfolge verbuchen. Neu einstudiert wurden die volkstümliche "Katschthaler Messe", das "Halleluja" aus G. F. Händels Oratorium "Der Messias", sowie viele andere kleinere geistliche Chorwerke. Daß diese kirchlichen Aufführungen ihre musikalische Vollendung erreichten, war nur dank unseres ständig begleitenden Instrumentalensembles möglich. Dafür möchte ich hier nochmals in erster Linie Herrn OSR Matthias Lindenbauer, unserem unermüdlichen Begleiter und Pianisten, herzlich danken, sowie dem Ebelsberger Streicherensemble mit den Mitwirkenden Sieglinde Rinner, Maria Thonabauer, Ludwig Greslehner, Rudolf Franzmayr und Anton Wahl unter der Leitung von Johann Bleilinger. Vielen herzlichen Dank!

Im Bereich der geistlichen Chormusik schlummerte jedoch in mir noch ein ganz anderer Musikstil, mit dem ich mich selbst ganz und gar identifizierte - die Spirituals und Gospels. Es waren der durchdringende Rhythmus und der intensive Ausdruck von Gefühlen wie Freud und Leid in diesen Liedern, die meine Faszination total ergriffen. Wie ein Funke schlug die Begeisterung auf den Chor über, und ich löste mit den Spirituals und Gospels ("Kumbayah", "Oh Happy Day", "Amen", "Crying In The Chapel", "Halleluja", "Swing Low" und einigen mehr) etwas sehr Erfreuliches aus. Der Ansfeldner Kirchenchor gewann viele jugendliche Mitglieder. Mittlerweile hatten wir uns so sehr in die Gospelwelt eingearbeitet, dass wir eine mitreißende Gospelmesse gestalten konnte. Es war wunderbar!

Last, not least möchte ich auch noch unsere erfolgreichen Chorkonzerte erwähnen. Der Muttertag 1990 war der Anlass für unser erstes Chorkonzert. Volksweisen, traditionelle Frühlingslieder, Abendlieder und Opernchöre berühmter Meister, aber auch rhythmische Lieder standen am Programm dieses Konzertes - ein großer Erfolg!

Das ermutigte uns, Konzerte dieser Art wieder zu veranstalten. Schon im Herbst 1990 wurden wir engagiert, die Blumenschmuckaktion mit einem Chorkonzert musikalisch zu unterstreichen. Dank des Instrumentalensembles mit OSR Mattias Lindenbauer (Klavier), Johann Pachner (Saxophon), Georg Sommer (Saxophon), Ing. Norbert Waldl (E-Baß) und Heinrich Schütz (Percussion) ist uns wieder ein schöner Konzertabend mit einem reichhaltigen Programmangebot quer durch die gesamte Musikwelt gelungen.

Im Dezember 1990 feierten wir zusammen mit dem Schulchor der Volksschule Ansfelden und dem Freindorfer Sängerquartett einen ruhigen besinnlichen Adventnachmittag. Das Jahr 1990 war also ein sehr konzertreiches Jahr für den Kirchenchor Ansfelden. 1991 konnten wir bei unserem Muttertagskonzert, welches zugleich auch mein letztes war, wieder großen Erfolg erzielen. Von Kunstliedern über den Frühling von J. Lanner, J. Brahms u. R. Stolz über weltbekannte Songs aus verschiedenen Musicals ("Hello Dolly", Westside Story", "Evita", "Cats") sowie Filmmelodien ("Schiwago Melodie", "Schicksalsmelodie", "Exodus", ...) spannte sich der Melodienbogen zu den abschließenden klassischen Werken, wie der "Barcarole" aus "Hoffmanns Erzählungen" (J. Offenbach) und dem "Largo" aus der Oper "Xerxes" (G. F. Händel).

Zurückblickend stelle ich jetzt fest, daß meine vierjährige Chorleiterzeit zwar eine relativ kurze, jedoch eine sehr ereignisreiche war. Sowohl die geistliche als auch die weltliche Chorliteratur war für mich und den Ansfeldner Kirchenchor eine große Bereicherung.

Hiermit möchte ich dem jetztigen Anton Bruckner-Kirchenchor unter der Leitung von Herrn Dir. Christian Heitz meine besten Wünsche für eine erfolgreiche Zukunft zum Geleit mitgeben.